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Digitales Gerätemanagement bei der SWEG

Mit 500 Bordrechnern in Bussen an unter­schiedlichen Stand­orten verfolgt die Südwest­deutsche Landes­verkehrs-GmbH (SWEG) das Ziel, ihr Geräte­management zukunfts­sicher aufzustellen. Dafür wurde kürzlich die webbasierte Software­lösung IVU.devices im Rahmen eines Pilot­projekts eingeführt. Im Interview spricht Timo Remlinger, Leiter des Stabs­bereichs Digitalisierung, Anwendungs­software und Vertriebs­technik, über die Rolle digitaler Werk­zeuge und wie das digitale Geräte­management helfen soll, Mitarbeitende zu entlasten und Prozesse neu zu denken.

Lahr, Deutschland

Digitalisierung ist längst mehr als ein Schlag­wort. Wo steht die SWEG auf dem Weg zu einer vollständig vernetzten Betriebs­umgebung? 

Mit der Einführung und Umstellung mehrerer Soft- und Hardware­produkte hat die SWEG eine umfassende Digitalisierungs­offensive gestartet und befindet sich mittlerweile auf der Ziel­geraden. Die Aufgaben sind viel­schichtig: Zum einen steigen die Anforderungen aus Verkehrs­verträgen, zum anderen wachsen die politischen und ökologischen Erwartungen. Auch die Ansprüche der Fahr­gäste steigen hinsichtlich Information und Kommunikation. Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Druck hoch. Um diesen Spagat zu meistern, denken wir betriebliche Abläufe komplett neu und bauen unsere Infra­struktur aus. 

Wie managen Sie derzeit die Viel­zahl an Geräten, die bereits an Bord Ihrer Fahr­zeuge im Einsatz sind? 

Diese Aufgabe gleicht einem Draht­seil­akt, besonders angesichts der Vielzahl unserer Standorte in Baden-Württemberg und der mehr als 500 installierten Bord­rechner. Bisher gelingt das nur, weil einzelne Kolleginnen und Kollegen über enormes Erfahrungs­wissen verfügen und die Abstimmung im Team reibungs­los funktioniert. Mit der software­basierten Geräte­verwaltung IVU.devices sollen zusätzliche Bord­rechner und Peripherie­geräte wie Entwerter oder Router problemlos integriert und zentral aus der Ferne verwaltet werden. 

Das Geräte­management der IVU setzt auf eine web­basierte Architektur. Welche Vorteile sehen Sie darin? 

Für uns als SWEG-Konzern steht der Betrieb im eigenen Rechen­zentrum im Fokus. Wir hosten unsere Systeme grundsätzlich selbst, daher ist die Architektur der Software eher zweitrangig. Überzeugt hat uns vor allem das neue, optisch sehr ansprechende Design der Benutzer­oberfläche. Im Vergleich zu anderen Software­modulen lässt sich diese Anwendung intuitiver bedienen und erleichtert so die tägliche Arbeit. 

Was erhoffen Sie sich von IVU.devices im täglichen Betrieb? 

Die IT-Lösung soll unser Fahr­personal, unsere Werk­stätten und unsere Mitarbeitenden in den Busleitstellen gezielt entlasten, indem sie die Störungs­behebung weitgehend automatisiert und den Abstimmungs­aufwand reduziert. Gleichzeitig schaffen wir unternehmens­weit mehr Transparenz, weil relevante Daten zentral verfügbar sind. So können wir heterogene Alt­prozesse ablösen und uns als zentral verantwortliche Fach­abteilung zukunfts­orientiert aufstellen. 

Wenn Sie künftig Störungen oder Wartungs­bedarfe schon während der Fahrt erkennen und weiter­geben können: Wie verändert das Ihre Prozesse? 

Im Ideal­fall erhält die Werk­statt noch vor Eintreffen des Fahr­zeugs alle nötigen Informationen zur Instand­setzung und kann direkt reagieren. Manches lässt sich sogar aus der Ferne beheben, ohne dass jemand vor Ort eingreifen muss. Heute erfahren wir als zuständige Fach­abteilung oft zuletzt von einem Problem. Mit IVU.devices können wir diese Reihen­folge aufbrechen und Störungen künftig schneller, gezielter und effizienter beheben. Das neue Geräte­management vereinfacht dabei nicht nur die Verwaltung der Bord­rechner, sondern verändert auch die Kommunikations­wege und alle daran geknüpften Prozesse.

Übersicht SWEG

Mitarbeitendeüber 1.800 (Gesamtkonzern)
Fahrzeuge520 Busse, 125 Schienenfahrzeuge, 6 Lokomotiven
HauptsitzLahr (Schwarzwald)
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