Zurück

Bordrechner als Teil der Mobilitätsstrategie von Monheim

Die Bahnen der Stadt Monheim haben sich mit ihrer konsequenten Digitalisierung, mit autonomem Fahren und der naht­losen Verknüpfung von Mobilitäts­angeboten längst einen Namen gemacht. Im Interview erklärt Geschäfts­führer Frank Niggemeier-Oliva, wie digitale Systeme den Alltag für Fahr­gäste und Mitarbeitende spürbar vereinfachen und warum die neueste Generation der IVU.ticket.box dabei eine zentrale Rolle spielt.

Monheim, Deutschland

Die Bahnen der Stadt Monheim gelten als Vorreiterin bei der Digitalisierung von Betriebs­abläufen und haben immer wieder Mut bewiesen, neue Wege einzuschlagen – etwa mit der frühen Einführung des autonomen Fahrens. Was treibt Sie an, auch weiterhin neue Wege in der digitalen Entwicklung zu gehen? 

Stillstand ist für uns keine Option, wir wollen die Zukunft aktiv gestalten. Als mittel­ständisches Verkehrs­unter­nehmen haben wir früh verstanden, dass Fort­schritt nur entsteht, wenn man bereit ist, bekannte Pfade zu ver lassen. Digitalisierung ist dafür ein zentrales strategisches Kern­thema: Sie schafft Effizienz, Trans­parenz und Zugänglich­keit. Wir treffen Entscheidungen auf Daten­basis, nicht aus dem Bauch heraus. Das ist besonders für einen effizienten ÖPNV entscheidend. Im Mittel­punkt stehen dabei die Menschen – ob als Mitarbeitende oder als Kunden. Digitale Lösungen sollen Mobilität in Monheim nahtlos, intuitiv und barriere­arm machen und die Qualität im Betrieb steigern. Deshalb ist Digitalisierung ein kontinuier­licher Trans­formations­prozess und fest in unserer Unter­nehmens­strategie verankert. 

Apropos Vorreiter­rolle – schon früh haben Sie mit dem Bord­rechner IVU.ticket.box G3 auf eine moderne Lösung in Ihren Fahr­zeugen gesetzt. Was hat Sie nun dazu bewegt, auf die neueste Bord­rechner-Generation, die IVU.ticket.box G5, umzusteigen?

An erster Stelle steht unsere konsequente Kunden­orientierung: Der ÖPNV muss heute so intuitiv funktionieren wie andere digitale Dienste. Die IVU.ticket.box G5 ermöglicht unter anderem kontakt­loses Bezahlen und das Scannen digitaler Tickets und das macht die Nutzung einfacher. Für uns als Betreiberin bringt sie robuste Systeme, weniger Störungen und eine bessere Daten­lage für die Betriebs­steuerung. Sie ist zukunfts­sicher. Durch den modularen Aufbau können wir die Hard- und Soft­ware flexibel erweitern. Als Innovations­kundin waren wir von Anfang an im Austausch mit der IVU und konnten im Feld­test Praxis­erfahrung einbringen. Seit August 2025 sind alle Fahr­zeuge umgerüstet. Ein wichtiger Bau­stein unserer digitalen Gesamt­strategie. 

Welche Vorteile bringt die neue Generation der Ticketbox für das Fahr­personal, für die Leit­stelle und für die Fahr­gäste? 

Für das Fahrpersonal bedeutet die Ticketbox mehr Übersicht und Entlastung im Alltag: mit Soll-Ist-Abfahrts­zeiten, Verspätungs­prognosen und einer intuitiven Benutzer­oberfläche. Künftig denken wir über eine Karten­funktion für Umleitungen oder Echtzeit-Anschluss­infos nach. Die Leit­stelle profitiert vom einfacheren Geräte­austausch, etwa dank getrennter SIM-Lösungen. Die Geräte sind leichter, das vereinfacht Wartung und Hand­habung. Unsere Fahr­gäste merken den Fortschritt etwa an kleineren, ressourcen­schonenden Tickets und an einem besseren Service durch ein verläss­licheres System. 

Der Bord­rechner ist gewisser maßen das Herz­stück im Fahr­zeug, doch erst mit der richtigen Software im Hinter­grund entfaltet er sein volles Potenzial. Welche Vorteile bringt eine nahtlos integrierte Kombination aus Soft- und Hardware­lösung für die Bahnen der Stadt Monheim?

Diese Kombination ist entscheidend. Wir denken in Systemen, nicht in Einzel­teilen. Integrierte Systeme helfen uns, alle Betriebs­prozesse – von der Disposition über die Ticket­abrechnung bis zur Fahrgast­information – zu verbinden. Ein Beispiel: Mit der Software IVU.fare sieht das Fahr­personal die Abrechnungs­daten direkt im Fahr­zeug. Die neue WLAN-Anbindung sorgt dabei für eine stabile und schnelle Daten­über­tragung. Über die zentrale Steuerung verwalten wir Fahr­pläne, Umläufe, Anzeigen, Ansagen und die Kommunikation mit Ampeln. Das spart Zeit und bringt Klarheit in den Betrieb.

Was macht Sie persönlich stolz, wenn Sie auf die digitale Entwick lung Ihres Verkehrsunternehmens blicken? 

Ich bin stolz darauf, dass wir das oft als „verstaubt“ geltende Bild des Nah­verkehrs hinter uns gelassen und uns als moderne Mobilitäts­gestalterin etabliert haben. Das zeigt sich etwa an unserer App: Aus einer Ticket­plattform wurde ein digitaler Mobilitäts­begleiter – bald auch mit multi­modaler Stadtrad-Integration. Wir betreiben ein eigenes Leih­fahrrad­system, intelligent verknüpft mit dem Monheim-Pass, der Zugang zu zahl­reichen städtischen Angeboten bietet. Und wir haben ein digitales Vertriebs­system geschaffen, das Bus und Fahrrad verbindet. Besonders stolz macht mich jedoch die Haltung unserer Mitarbeitenden: Die Kolleginnen und Kollegen denken mit, gehen neue Wege, leben den Wandel. Diese Offenheit und Innovations­kraft im Team sind die eigentliche Grund­lage unseres Erfolgs.

Übersicht Bahnen der Stadt Monheim

Mitarbeitendeca. 160
Fahrzeuge49 Busse
Länge Buslinienca. 2 Mio. km jährlich
Fahrgästeca. 4,23 Mio. jährlich
Kontaktieren Sie uns
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht

Sie möchten mit einem Kundenberater sprechen, mehr über Einstiegs­möglichkeiten bei uns erfahren oder haben ein anderes Anliegen? Schreiben Sie uns gerne – Ihr Ansprech­partner meldet sich schnellst­möglich bei Ihnen zurück.

Kontakt aufnehmen

IVU Traffic Technologies AG
Hauptsitz
Bundesallee 88
12161 Berlin, Deutschland

Telefon: +49.30.8 59 06 -0
E-Mail: kontakt@ivu.de

Abonnieren Sie die IVU News

Bleiben Sie auf dem Laufenden – erhalten Sie Neuigkeiten zu unseren Projekten, Kunden und Produkten direkt in Ihren Posteingang.